Java, eine der Hauptinseln von Indonesien

Eine der vier Hauptinseln von Indonesien ist Java, die mit über 130 Millionen Einwohnern die Insel mit der höchsten Bevölkerungsdichte weltweit ist. Hier befindet sich auch die Elf-Millionen-Stadt Jakarta, die indonesische Hauptstadt. Die Insel stellt eine der fruchtbarsten Regionen des Landes dar und bietet eine Unmenge an kultivierten Nutzflächen, auf denen hauptsächlich Kaffee, Tabak Reis und Mais, aber auch eine Vielzahl anderer Produkte angebaut werden. Die überall anzutreffenden Reisterrassen sind symbolisch für die gesamte indonesische Inselwelt und dort beinahe überall zu finden. Wie auch ihre Nachbarinsel Bali weist die Insel Java eine Vielzahl an beeindruckenden Tempelanlagen auf, die sich in buddhistische und hinduistische Anlagen aufteilen. Die Bedeutendsten sind dabei der Borobudurtempel und der Prambanantempel.

Die Vulkane Bromo und Semeru auf Java

Die Vulkane Bromo und Semeru

Die größte südostasiatische buddhistische Tempelanlage ist der Borobudur, die nordwestlich von Yogyvakarta nach etwa vierzig Kilometern zu finden ist. Der Tempel selber ist eine gigantische Pyramide aus dem achten oder neunten Jahrhundert nach Christus.

Wahrscheinlich durch den Ausbruch des Merapis, zu Beginn des elften Jahrhunderts, geriet die Anlage jedoch langsam in Vergessenheit und versank unter Asche und Vegetation, da das gesamte Machtzentrum der Insel sich nach Osten verlagerte. Borobudur wurde erst zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts wiederentdeckt und im Laufe der Jahre ausgegraben. In den Siebzigern und Achtzigern des vergangenen Jahrhunderts restaurierte man den größten Teil der Anlage, wodurch sie zu altem Glanz gelangte. Seit 1991 gehört das neunstöckige Bauwerk mit den Galerien, die Buddhas Leben und Wirken beschreiben, zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Borobudur

Borobudur

Östlich von Yogyakarta, also beinahe entgegengesetzt zum Borobudur, befindet sich die hinduistische Tempelanlage Prambanan, die auch die Größte des Landes ist. Auch diese wurde im neunten Jahrhundert errichtet und kurze Zeit später wieder aufgegeben und dem Verfall überlassen. Ihr Wiederaufbau allerdings begann erst nach Ende des ersten Weltkrieges und ist bis heute noch nicht beendet worden. Man baut nur jene Gebäude wieder auf, von denen mindestens drei Viertel der Steine vorliegen, was nicht so einfach ist, da viele der Materialien an anderen Gebäuden, teilweise über die gesamte Insel verstreut, wieder verwendet wurden.

Typische Reisterassen

Typische Reisterassen

Auch diese Anlage wurde 1991 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt und sie gilt mit ihren hohen, spitzen Bauten als ein klassisches Beispiel hinduistischen Tempelbaus. Die gesamte Anlage beherbergt mehr als 250 Einzeltempel und acht Hauptschreine, die von diesen umgeben werden. Bei einem Erdbeben im Jahre 2006 wurde die Anlage ein weiteres Mal schwer beschädigt und die Renovierungsarbeiten dauern fort. Auch wenn man die Anlage selber wieder betreten darf, ist es Besuchern nicht gestattet die Hauptschreine zu betreten, da diese schwere strukturelle Schäden erlitten, die bis heute nicht korrigiert werden konnten. Im gesamten Umkreis von Prambanan befinden sich zudem einige weitere hinduistische Tempel, die jedoch in weiten Teilen nur noch als Ruinen zu besichtigen sind.

Weitere Sehenswürdigkeiten auf Java sind die 38, teilweise noch aktiven, Vulkane. Die bekanntesten davon sind der Vulkan Bromo und der 3676 m hohe Semeru, der damit auch der höchste Berg auf Java ist. Auf dem Foto oben ist im Vordergrund Bromo und im Hintergrund der beeindruckende Semeru zu sehen. Beide Vulkane sind aktiv und befinden sich auf der östlichen Seite der Insel. Von dem Berg Penanjakan hat man eine phantastische Aussicht auf beide Vulkane.