Die Westlichste der kleinen Sunda-Inseln ist Bali, welche im Indischen Ozean liegt und zu Indonesien gehört. Auf Bali leben über drei Millionen Einwohner und die Insel selber gilt als ein grünes Eiland, auf dem die Trennungslinie der Flora und Fauna Asiens und Australiens verläuft und ihr somit eine solche Reichhaltige beschert. Zwar wurden, nicht zuletzt wegen dem Tourismus, Teile von den großen Wäldern, die früher weiteste Teile der Insel bedeckt haben, zurück gedrängt, aber Dank großer Nationalparks wird die ursprüngliche Vegetation mittlerweile geschützt. Noch immer gibt es Mangrovenwälder und verschiedene andere tropische Wälder, wunderschöne Pflanzen wie Bougainvillea, Hibiskus und viele andere sehr schön anzusehende Tropenpflanzen.
Auch die Fauna beeindruckt mit Affen, Echsen, Schlangen, aber auch Rotwild und vielen verschiedenen, oftmals schillernden, tropischen Vögeln. Darunter auch der Balistar, der ausschließlich auf Bali anzutreffen ist. Ein weiteres Geschenk der Natur sind die herrlichen langen, weißen Strände und das klare Meer, welches nicht nur zum Baden einläd. Allerlei Wassersportarten wie Tauchen, Surfen, Jet-Ski, Segeln und Bootsausflüge werden von den Hotels angeboten. Die guten Hotels auf Bali befinden sich meist in unmittelbarer Nähe zum Meer und die Hotelanlagen, siehe Foto oben, gehen direkt in den Strand über.
Balis Sehenswürdigkeiten sind besonders durch die Natur, aber auch durch die Religion der Bewohner geprägt. So zählen zu ihnen Tempelanlagen wie der Muttertempel Pura Bedakih, der Meerestempel Tunah Lot, der Felsentempel Ulu Watu und der Wassertempel Pura Ulun Danu. Balis Landschaften aber sind die wohl größten und beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Insel. Sei es nun einer der Vulkane, wie der Gunung Batur oder der Gunung Agung, oder die Gitgit Wasserfälle, die Reisterassen Zentralbalis, Pasut Beach oder die herrlichen Tauchgebiete im Nordwesten und Osten der Vulkaninsel.
Die vielen Tempelanlagen sind es jedoch, denen Bali den Ruf der Insel der Dämonen und Götter verdankt und die bei einem Urlaub auf dem indonesischen Eiland mit auf dem Besuchsprogramm stehen sollten, denn ihre Baukunst ist teilweise über ein Jahrtausend alt und zutiefst beeindruckend. Das bedeutendste Heiligtum des Hinduismus ist der Pura Besakih, der zugleich als der Muttertempel aller dortigen Tempel gilt. Auf 950 Meter Höhe an einem noch aktiven Vulkan liegt dieser einmalige Gebäudekomplex aus dem achten Jahrhundert, welches aus über mehr als zweihundert Gebäuden besteht. In dieser Tempelanlage findet jährlich bei Vollmond ein großes Fest statt, in denen die Rajas der Insel erscheinen und den Vorfahren Opfer darbringen. Als der Gunung Agung im März 1963 ausbrach, wurde die Tempelanlage wie durch ein Wunder von dem herannahenden Lavastrom gerettet, denn kurz vor dem Erreichen des Komplexes teilte sich dieser, lief außen an ihm vorbei und verschonte somit das gesamte Gelände.
Auch Taman Ayun ist eine Tempelanlage, die einen Besuch wert ist. Diese liegt in Mengwi, im Bezirk Badung. Der Name des Tempels bedeutet übersetzt der „Tempel des schwimmenden Gartens“ und entspricht den Gegebenheiten. Im 17. Jahrhundert auf einer Flussinsel erbaut, wird die Anlage von Unmengen an Bäumen umsäumt, die teilweise das ganze Jahr hindurch Blüten und Früchte tragen. Auf einer Felsspitze im Südwesten der Insel gelegen befindet sich schließlich der Pura Tanah Lot, der Meerestempel. Bei Ebbe kann man diesen Tempel zu Fuß erreichen, derweil man bei Flut ein Boot benötigt. Im Hof des eigentlichen Tempels befinden sich 5 Schreine, die den Götterberg Meru repräsentieren sollen, allerdings ist der Zugang zu diesem nur den Gläubigen vorbehalten. Dieser Tempel wird als eines der beliebtesten Fotomotive Balis genutzt und ist somit zu weltweiter Berühmtheit gelangt.